Diagramme und Tabellen in wissenschaftlichen Arbeiten

Diagramme und Tabellen in wissenschaftlichen Arbeiten

Diagramme und Tabellen eignen sich gut, um komplizierte Sachverhalte kurz, einfach und einprägsam darzustellen und das Geschriebene visuell aufzulockern.

Pic’s – or it didn’t happen!

Beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit stellt sich immer wieder die Frage, ob ein Sachverhalt besser mit Worten umschrieben, in einer Tabelle zusammengefasst oder in einer Abbildung bildlich dargestellt werden soll. Überall dort, wo Sie an Ihre sprachliche Grenzen stossen, können Abbildungen oder Tabellen helfen. Achten Sie aber darauf, dass Ihre eigentlich wissenschaftliche Arbeit nicht zu einem Bilderbuch wird.

Formale Tipps

Mit einem Diagramm oder einer Tabelle lassen sich viele Information auf kleinem Raum darstellen. Damit nicht nur Sie die tiefen Abgründe Ihrer Abbildung verstehen, gilt es, ein paar formale Richtlinien einzuhalten:

  • So einfach wie möglich: Verzichten Sie auf unnötige 3D-Effekte, Farbverläufe oder Schattenwürfe. Sie bringen in den meisten Fällen keinen Mehrwert und erschweren nur die Interpretation der Daten.
  • Vermeiden Sie es in jedem Fall, eine Tabelle mithilfe von Tabulatoren oder Leerschlägen zu erstellen.
  • Achten Sie darauf, dass alle Achsen und Spalten korrekt beschriftet sind. Einheiten, die sich auf mehrere Werte beziehen, sollten Sie bereits im Achsen- bzw. Spaltentitel in einer eckigen Klammer aufführen.
  • Wählen Sie immer eine aussagekräftige Beschriftung, z. B. «Paracetamol [mg/L]» und nicht «Gruppe 1 [mg/L]».
  • Lassen Sie Ihre Leser wissen, ob es sich um absolute Messwerte, um einen Mittelwert oder um einen Median handelt. Bei Mittelwerten und Medianen sollten Sie zudem angeben, ob Sie mit der Standardabweichung oder einem Standardfehler gearbeitet haben.
  • Datensätze sollten nur in einer Form (also entweder als Diagramm oder als Tabelle) dargestellt werden.
  • Für die Darstellung wissenschaftlicher Zusammenhänge eignen sich in den meisten Fällen X/Y-Diagramme. Datensätze mit diskreten Nominalskalen können auch in einem Balkendiagramm dargestellt werden.
  • Für ordinale Daten verwenden Sie üblicherweise ein Balkendiagramm mit stehenden Balken, während sich liegende Balken für nominale Daten gut eignen.
  • Möchten Sie mehrere Datensätze mit weit auseinanderliegenden Skalen in einem Diagramm darstellen, verwenden Sie am besten sekundäre Achsen.
  • Auf die Verbindung zweier Datenpunkte mit interpolierten, abgerundeten Kurven sollten Sie verzichten. Stattdessen können Sie direkte, lineare Verbindungen verwenden, wenn es die Lesefreundlichkeit erhöht und die Intervallskala kontinuierlich verläuft.
  • Bei diskontinuierlich verlaufenden Intervallskalen sollten Sie von einer Verbindung zwischen den einzelnen Datenpunkten gänzlich absehen. Für eine bessere Lesbarkeit können Sie stattdessen ein Hilfsgitter verwenden.
  • Versuchen Sie, Diagramme und Tabellen so zu gestalten, dass sie auch als Schwarzweisskopie interpretierbar sind.
  • Eine Grafik hat in einer wissenschaftlichen Arbeit üblicherweise eine Unterschrift, während Tabellen mit einer Überschrift versehen sind.
  • Achten Sie darauf, dass alle Werte gleich viele Nachkommastellen haben.
  • Diagramme und Tabellen sollten immer für sich alleine stehen können und ohne mühsames Nachschlagen verständlich sein.

Unser Angebot: Falls Sie über die Verwendung von Tabellen und Abbildungen immer noch nicht ganz im Bilde sind, wenden Sie sich gerne an uns.

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