So überwinden Sie Schreibblockaden

2. Januar 2017
So überwinden Sie Schreibblockaden

Eine Schreibblockade kann jeden treffen

Zunächst einmal vorab: Eine wissenschaftliche Arbeit schreibt man nicht „einfach mal so“. Das ist harte Arbeit und da kann es auch mal „haken“. Schreibblockaden sind überhaupt nichts Ungewöhnliches. Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Selbst berühmte Schriftsteller wie Dostojewski, Hemingway oder Musil haben darunter gelitten. Zum Glück gibt es gute Strategien, die beim Überwinden einer Schreibblockade helfen.

Keine Angst vor dem leeren Bildschirm

Manchmal genügt es schon, die Computertastatur gegen einen traditionellen Bleistift oder Kugelschreiber zu tauschen. Sie notieren handschriftlich, was Ihnen zum Thema durch den Kopf geht und strukturieren es anschliessend in einer Art Mindmap oder Cluster. Auf diese Weise entdecken Sie nicht nur neue Facetten Ihres Themas, sondern können Ihre Gedanken auch klarer fassen und finden einen neuen Schreibimpuls.

Sie finden keinen Anfang?

Dann fangen Sie doch einfach irgendwo an. Wer sagt, dass die Einleitung zuerst geschrieben werden muss? Schauen Sie sich Ihre Notizen an und beginnen Sie stattdessen mit dem Punkt, zu dem Ihnen auf Anhieb etwas einfällt. Die Idee, eine wissenschaftliche Arbeit in einem Rutsch von vorne nach hinten herunterzuschreiben, ist ein Trugschluss. Ihre Textbausteine lassen sich nachträglich verschieben und wie Puzzleteile zu einem Ganzen zusammenfügen. Zunächst ist es wichtig, dass Sie überhaupt erst mal anfangen zu schreiben.

Das klingt doch blöd

Finden Sie? – Zu hohe Ansprüche an sich selbst bringen das Schreiben ins Stocken. Betrachten Sie Ihre ersten Textentwürfe stets als Rohfassungen, an denen Sie später noch arbeiten können. Wenn Sie das Geschriebene dann nach einigen Tagen lesen, werden Sie feststellen, dass es längst nicht so schlecht ist, wie Sie dachten. Und wenn der innere Kritiker partout nicht schweigen will: Stellen Sie die Schriftfarbe einfach vorübergehend auf weiss. Dann können Sie schreiben, ohne gleich an jeder Formulierung zu feilen.

Die Angst, sich von dem Gelesenen zu lösen

Sobald Sie mit dem Schreiben beginnen, fällt es Ihnen schwer, Ihre Gedanken in eigene Worte zu fassen? Keine Ihrer Formulierungen kommt an die von Ihnen gelesenen Wissenschaftler heran? Zugegeben, Respekt vor den Quellen ist wichtig. Aber legen Sie die Bücher doch mal ganz weit weg. Schreiben Sie dann fünf bis zehn Minuten einfach drauflos, ohne nachzudenken und den Stift abzusetzen. Diese sogenannte Free-Writing Methode wird Ihnen helfen, Ihr Wissen in eigenen Worten wiederzugeben und die Schreibblockade aufzulösen.

Die Einsamkeit des Schreibens

Stunden-, tage-, manchmal wochenlang zu Hause alleine an einem wissenschaftlichen Text zu arbeiten, kann zum Problem werden. Wenn es mit dem Schreiben dann nicht mehr so recht klappen will, lohnt es sich, mit dem Notizbuch oder Laptop umzuziehen und es woanders auszuprobieren. Ab ins Café oder – falls Sie Ruhe brauchen – in die Bibliothek mit Ihnen. Oft reicht schon ein einfacher Ortswechsel oder ein Gespräch, um neue Inspiration zu finden und die Schreibblockade zu überwinden.

Und machen Sie mal Pausen

Eine Schreibblockade kann schliesslich auch ein Zeichen dafür sein, dass Sie eine Pause brauchen. Haben Sie dann den Mut, den Stecker zu ziehen. Es macht keinen Sinn, wenn Sie unproduktiv am Schreibtisch sitzen. Gehen Sie raus und treffen Sie Freunde. Gerne können Sie Ihrem Ärger Luft machen und ordentlich über die fiese Schreibblockade schimpfen, die es wagt, Ihren Schreibfluss zu stören. Denn morgen ist auch noch ein Tag und dann sieht es vielleicht schon ganz anders aus.

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